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Über den Sinn oder Unsinn von Diäten

Das Schönheitsideal unserer Gesellschaft hat sich insbesondere in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. War viele Jahrhunderte die etwas füllige, vollbusige Frau als belastungsfähige Mutter erstrebenswert, trat Mitte letzten Jahrhunderts insbesondere in Mitteleuropa die sportlich, gut gebaute Frau in den Vordergrund. In den 60iger Jahren eroberte mit Twiggy das äußerst schlanke Format die Modezeitschriften, Kataloge und Werbeanzeigen.

Versicherungsgesellschaften taten ein übriges, aus reiner Profitgier wurden die Grenzen zwischen normal- und übergewichtig über die Jahre immer wieder verschoben, um aufgrund vermeintlicher gesundheitlicher Risiken Zuschläge kassieren zu können. Übergewichtige werden zunehmend diskriminiert, haben Probleme bei Anstellung im öffentlichen Dienst, werden gemobbt und haben Schwierigkeiten, adequate Kleidung zu erwerben.

Dabei beweisen viele Statistiken und Untersuchungen genau das Gegenteil. Sicher überwiegen einige Krankheiten wie Diabetis und Herzinfarkt bei Übergewichtigen, in der Gesamtheit betrachtet ist ihre Lebenserwartung, abgesehen von extremen Übergewicht, größer. Die volkswirtschaftlichen Schäden, die andrerseits durch Magersucht, Nährstoffmangel und Bullemie verursacht werden, werden bis heute kaum erfasst.

Ist Übergewicht wirklich das Resultat einer Maßlosigkeit? Ist die körperliche Konstitution und Entwicklung nicht eher im Erbgut begraben. Gibt es nicht einfach den fülligen und den schmächtigen Menschentyp?

Es ist medizinisch belegt, dass Diäten in Regel genau das Gegenteil erreichen. Eine kurzzeitige Gewichtsabnahme durch massive Einschränkung, Reduktion und Auswahl der Nahrungszufuhr geht einher mit einer mittelfristigen Zunahme, meist über den ursprünglichen Wert hinaus, der sogenannte "Jo-Jo-Effekt". Es ist aber lukrativer, die nächste Diät zu veröffentlichen, neue Nahrungsmittel zu erfinden etc.. Die Wahrheit will man nicht wissen und schon gar nicht veröffentlichen.


Viele, eigentlich normalgewichtige Menschen kämpfen tagtäglich gegen ihren eigenen Körper, sind unglücklich, meiden Gesellschaft, ruinieren ihre Gesundheit - das alles nur, weil die Werbeindustrie ein Ideal propagiert, das im Grunde nicht erreichbar ist.

Auch ein dicker Mensch kann und darf glücklich sein!




In ein paar Wochen findet ihr hier die ersten Inhalte!
Wir schreiben schon mächtig zusammen.